Orientalische Gemüsesoße mit Nüssen

Neuerdings haben wir entdeckt, dass würzige Soßen wunderbar zu Reis passen. Dies hier ist soll die erste sein die wir euch andrehen. Sie ist eher auf der süßlich/pikanten Seite und passt somit zu fast allem. Viel Spass beim Ausprobieren und Schlemmen!

Dazu passt wunderbar der persische Reis mit Pistazien und Marillen 😉

orient gemuese sosse nuesse

Zutaten:
1 Melanzani (Aubergine)
1 Zucchini
1 Paprika
3 große Zwiebel
1 kräftiger Schuss roter Traubensaft oder Wein
50g Cashewkerne
2 EL Tomatenmark
Salz
Pfeffer
Kreuzkümmel
Piment
Koriander
etwas Kurkuma
Paprikapulver
Chili
Bockshornkleesamenpulver

Zubereitung:
Die Zwiebeln werden grob gehackt und in einem kleinen Topf mit etwas Öl angebraten (in diesem Topf werden wir später das Ganze mit dem Pürierstab mixen, also keinen beschichteten nehmen). Man kann sie ruhig länger anschwitzen, das wird dem Geschmack zuträglich sein.
Die Zucchini schneiden und in einer großen Pfanne anbraten. Dann die Paprika schneiden und hinzugeben und dann das gleiche mit der Melanzani.
Dann werden die Cashews gehackt und zu den Zwiebeln gegeben. Da kommt auch das Tomatenmark hinein, das Bockshornkleesamenpulver und noch Salz. Das Ganze lässt man ein paar Minuten braten, löscht es dann mit einem kräftigen Schluck Traubensaft (oder Rotwein) ab und püriert es mit dem Pürierstab. Falls es zu dick wird einfach mehr Traubensaft hinzugeben.
Dann wird das Gemüse in der Pfanne gewürzt. Salz, Pfeffer, viel Koriander, Kreuzkümmel und Paprikapulver. Chili nach belieben und Kurkuma und Piment nur wenig.
Zum Schluss wird noch die Soße aus dem Topf über das Gemüse gegossen. Fertig!!

Zubereitungszeit: ca 40 Minuten

Himmlischer Pistazien-Marillen-Reis

Früher habe ich Reis nicht gemocht. Das lag aber hauptsächlich daran, dass man ihn in unseren Breiten oft so langweilig würzt. Als ich dann entdeckt habe was man damit alles zaubern kann liebe ich Reis und kann davon nicht genug kriegen. Vor allem die Gewürze machen so viel aus. So jetzt muss ich was erwähnen: ICH LIEBE SAFRAN!! Aber nun gut. Jetzt kommt ein wirklich fantastisches Reisgericht…..mit Safran 🙂

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Zutaten:
1 Tasse Reis (zB. Basmati)
50g getroknete Marillen (Aprikosen)
3 EL Pistazien, ohne Schale
etwas Zitronensaft
2 EL Rosenblütenwasser
0,1g Safran
Ghee oder Öl zum anbraten

Zubereitung:
Die Pistazien werden, falls sie noch in der Schale sind, herausgelöst. Die Marillen werden klein geschnitten und mit etwas Zitronensaft und dem Rosenblütenwasser übergossen. Gegebenfalls kann man noch etwas Wasser hinzufügen, damit die Marillen wenigstens zur Hälfte mit Flüssigkeit bedeckt sind. Das ganze eine gute Stunde stehen lassen. Die Marillen nehmen die Flüssigkeit auf. Man kann zwischendurch auch mal umrühren. Man kann mehr oder auch weniger Rosenblütenwasser nehmen, je nach Geschmack. Das gleiche gilt für die Zitrone, jedoch ein wenig Säure tut dem Gericht schon gut. Falls man keine Zitrone hat kann man auch ein klein wenig Essig hineingeben.
Der Reis wird gewaschen und in einem Topf in etwas Ghee oder Öl kurz angebraten. Dann kommen zwei Tassen Wasser hinzu, Salz und der großteil vom Safran. Der köchelt dann vor sich hin, das dauert so etwa 15 bis 20 Minuten.
Währenddessen hackt man die Pistazien und bratet sie mit den eingeweichten Marillen in einer Pfanne an. Am Ende gibt man noch etwas Safran hinein und mischt, das dann zum fertigen Reis dazu. Voila!!

Dazu passt sehr gut eine leckere Soße wie die orientalische Gemüsesoße mit Nüssen.

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten, Einweichzeit 1 Stunde

Orientalischer Orangen-Salat

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Isabel von grueneliebe.blogspot.de hat zum Geburtstag ihres Blog’s ein Gewinnspiel gestartet, in dem sie nach Salaten sucht. Da wollte ich natürlich gleich mitmachen und das hier ist nun mein Beitrag: ein orientalischer Orangen-Salat. Er schmeckt traumhaft lecker und ist auch eine wunderbar leichte Hauptmahlzeit. Und wenn die Orangen mal nicht so süß sind, kann man ihn einfach mit einer größeren Menge an Trockenfrüchten „tunen“.

Auf die Idee so einen Salat zu machen, bin ist vor einiger Zeit gekommen, als mein Vater mir mehrere sonnengereifte Orangen aus Süditalien mitgebracht hat. Das war für mich damals durchaus ein Problem, denn ich mag eigentlich keine Orangen. Zumindest dachte ich das. Zitrusfrüchte waren mir immer schon suspekt.
Aber nun musste ich halt etwas damit anfangen. Viel schlimmer als Zitrusfrüchte, war für mich die Vorstellung Essen wegzuschmeißen. Also habe ich daraus etwas gemacht, was ich unseren Gästen vorsetzen konnte, damit ich es dann los bin. Dabei ist dieser Salat herausgekommen 🙂
Zu meiner Überraschung hat das ganze wirklich gut geschmeckt. Sehr gut sogar. Unsere Gäste waren derselben Meinung, … leider. Aber was soll’s. Man kann den Salat ja jederzeit wieder machen. So genug Geschichten von mir. Hier ist das Rezept:

Zutaten für 4 Personen:
4 große Orangen (ca. 1 kg)
100 g getrocknete Feigen
Saft einer halben Zitrone
40 g geschälte Pistazien
Rosenblütenwasser
etwas Wasser
Salz

Zubereitung:
Die Feigen werden vom Stiel befreit und in feine Streifen geschnitten. Die halbe Zitrone wird ausgepresst und der Saft über die Feigenstücke gegossen. Da kommt dann ein Schuss Rosenblütenwasser hinzu. Bei mir waren es etwa 15 ml. Wer dieses blumige Aroma gerne mag, kann auch einiges mehr davon nehmen. Und dann gibt man noch etwas warmes Wasser hinzu. Die Feigen sollten auch nicht ganz bedeckt sein mit Flüssigkeit. Sie saugen sich auch so gut genug an. Das Ganze stellt man mal zur Seite und lässt es ziehen. Ab und zu kann man auch umrühren.
Die Pistazien werden, sofern nicht schon passiert, geschält. Ich habe bereits geröstete genommen (nicht gesalzene), aber rohe Pistazien passen genauso gut hinein. Die werden gehackt und unter die Feigen gerührt.
Dann werden die Orangen geschält. Am besten geht das mit dem Messer. Zuerst „Deckel und Boden“ wegschneiden und dann die Schale rundherum mitsamt den weißen Teilen herunterschneiden. Die Orangen in Stücke schneiden und in einer Schüssel mit dem Feigen-Pistazien Gemisch verrühren.
Zum Schluss noch eine Prise Salz darüber geben. Das Salz kann natürlich auch weggelassen werden, aber ich persönlich finde, dass es viel hermacht, auch in solch süßen Gerichten.

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Marillenknödel

Als Kind gab ich meiner Mama auf die Frage, was sie den morgen kochen soll, immer die gleiche Antwort: Marillenknödel. Die Einsicht, dass es Marillen jahreszeittechnisch nur begrenzt gibt und das die gut angelegten Tiefkühlvorräte mal zu neige gehen, hatte ich damals noch nicht. Noch immer zählt Marillenknödel zu einer meiner Lieblingsspeisen und endlich ist wieder Marillenzeit. Nur darf ich sie mir jetzt selbst zubereiten. Aber Mama’s Rezept sei Dank, gelingt sogar das. Ich mache sie daher, wie ich sie aus meiner Kindheit kenne mit einem Topfenteig. Man kann sie aber auch mit einem Kartoffelteig zubereiten.

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Zutaten:
250 g Mehl
250g Topfen, fein
40 g Butter
2 Eier
etwas Salz
12 Marillen (variiert mit Größe der Marillen)
150 g Semmelbrösel
3 EL Zucker
Butter/Ghee/Öl zum Anbraten

Zubereitung:
Die Marillen waschen und mit einem Kochlöffel entkernen. Falls sie zu groß oder zu fest sind, die Marillen einfach halbieren. Zuerst werden die Eier getrennt und die 2 Eiklar zu Schnee geschlagen und beiseite gestellt. Die Butter wird mit dem Dotter schaumig gerührt und der Topfen hinzugefügt. Etwas Salz hineingeben und das Mehl und den Schnee unterheben und zu einem Teig kneten. Falls der Teig zu feucht ist, noch ein wenig Mehl hinzugeben, aber er sollte nicht zu trocken sein. Damit der Teig nicht zusehr klebt, ihn in eine Frischhaltefolie einwickeln und so zu einer Rolle formen. Nun ein Stück von der Teigrolle schneiden und um die Marille wickeln. Die Marille kann man zuvor mit einem Würfelzucker oder einem Stück Schokolade füllen. Meine Mama füllt sie mit Mozartkugeln. Ich bevorzuge Vanillezucker. Auch wenn dieser nicht die praktische Würfelform hat, funktioniert das trotzdem. Einfach in die Marille geben oder auf die Mulde der Marillenhälfte geben und dann mit dem Teig umwickeln. Die Marille muss gut umwickelt sein (auch keine Lufteinschlüsse), sonst platzt der Knödel im siedenden Wasser. Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und leicht salzen. Die Knödel in das kochende Wasser geben und den Herd auf die niedrigste Stufe drehen. Die Knödel müssen nicht kochen. Es reicht, wenn sie im simmernden Wasser ziehen. Dies dauert ca. 15 Minuten. Wenn die Knödel oben schwimmen, sind sie fertig.

In einer Pfanne Butter oder Ghee schmelzen und die Semmelbrösel rösten. Wenn die Semmelbrösel Farbe angenommen haben den Zucker hineingeben. Ich nehme am liebsten Vollrohrzucker. Die Knödel aus dem simmernden Wasser mit einer Schöpfkelle in die Pfanne mit den Bröseln geben und darin wälzen.

Zubereitungszeit: 45 Min.

Falafel

Falafel ist mit Abstand eine unserer Lieblingsspeisen. Und mittlerweile haben wir schon viel herumprobiert und am Rezept nachgebessert um sie so richtig authentisch zu machen. Also eigentlich sind Falafel ganz einfach zu machen. Eigentlich, … denn ein paar Tricks gibts da schon. Und ein paar Fallen auch. Aber alles der Reihe nach.

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Erstmal gibts es da das Originalrezept. Die Methode mit der Falafel am besten gelingen. Hierfür werden die Kichererbsen eingeweicht, durch den Fleischwolf gedreht (ungekocht), zu Bällchen geformt und dann frittiert. So werden sie auch wirklich am leckersten und deswegen werde ich hier auch diese Methode beschreiben.
ABER!! Es gibt auch eine andere Variante, die durchaus ihre Vorzüge hat. Dafür werden die Kichererbsen vorher gekocht. Der Vorteil ist, dass sie schon gar sind. Das bedeutet man muss sie nicht unbedingt frittieren, sondern kann sie auch in ganz wenig Öl in der Pfanne anbraten oder auch im Rohr backen. Und man braucht auch keinen Fleischwolf dazu, sondern ein Pürierstab tuts auch. Diese Variante erklär ich dann am Schluss, denn da gibts auch ein paar Dinge zu beachten. Aber zuerst das Original:

Zutaten:
250 g Kichererbsen, trocken
1 große Zwiebel
ca. 4 EL Weizengrieß
ca. 4 EL Weizenmehl
3 Knoblauchzehen
1 Bund Petersilie (oder auch mehr)
etwas Minze, nach Belieben
Salz
Peffer
Kreuzkümmel, gemahlen (sehr wichtig)
Koriandersamen, gemahlen (auch wichtig)
Piment
1 EL Tahin (nicht unbedingt notwendig)
etwas Zitronensaft, nach Belieben

Zubereitung:
Die Kichererbsen werden über Nacht eigeweicht. Das Einweichwasser wird weggeschüttet und die Kichererbsen gewaschen. Die Zwiebel wird grob gehackt und dann gemeinsam mit den Kichererbsen im Fleischwolf vermahlen. Das kann man alternativ auch mit einer Küchenmaschine machen. Die Gewürze und Kräuter werden ebenso wie der Zitronensaft und die Tahin untergemischt. Es braucht wirklich viel Salz. Man kann ruhig mal zwischendurch kosten, keine Sorge dabei, die Kichererbsen kann man auch roh essen.
Ganz wichtig sind viel Kreuzkümmel und Koriander. Sicher jeweils ein Teelöffel auf diese Menge oder auch mehr, je nach Geschmack. Ebenso wesentlich ist Petersilie. Von der muß auch viel hinein, sicher mehr als man intuitiv glauben würde.
Vermutlich wird das ganze noch zu feucht sein. Man kann zwar Bällchen formen, aber im Öl werden sie dann vielleicht zerfallen. Ich hab hier jeweils 4 El Grieß und Mehl hineingetan. Es kann sein, dass man auch mehr braucht. Prinzipiell kann man aber folgendes sagen: Je heißer das Öl ist, desto besser halten die Bällchen, da sich dann sehr schnell eine Kruste bildet, die sie zusammenhält. Und hierführ ist auch das Mehl sehr praktisch, denn die Gluten verkleben alles sehr schön. Und die Kruste wird auch leckerer. Wenn man aber darauf verzichten möchte, rührt man einfach etwas Kichererbsenmehl hinein.

Nun kommt der interessante Teil. Zumindest für mich, als jemanden, der nur selten etwas frittiert, war das am Anfang etwas heikel. Aber mittlerweile weiß ich, worauf es ankommt. Erstmal sollte das Öl richtig heiß sein. Falls der Frittiereinsatz ein sehr feines Netz hat, kann es sein, dass die Bällchen sich hineindrücken und man sie nach dem frittieren nicht mehr so einfach herausbekommt. Ich lege sie immer mit einem Schaumlöffel in das Fett. Bis sie dann zu Boden sinken werden sie fest genug, dass sie dann nicht mehr im Draht hängen bleiben. Man lässt sie im heißen Fett bruzeln bis sie schön goldig sind. Im Zweifelsfall probiert man eines ob es innen auch schon durch ist. Doch insgesamt werden Falafel relativ schnell durch (ca. 5 bis 8 Minuten).

Das war die klassische Methode. Nun die andere (gesündere) Variante, welche ich jahrelang gekocht habe, weil ich erstens keinen Fleischwolf hatte und auch keinen Frittiertopf.
Nachdem man die Kichererbsen über Nacht eingeweicht hat, kocht man sie, bis sie durch sind. Das dauert etwas eine bis ein eineinhalb Stunden. Das Wasser wird weggeschüttet und die Kichererbsen unter fließedem Wasser abgewaschen. Nun mischt man sie mit den gehackten Zwiebeln in einem großen Gefäß durch und püriert das Ganze mit dem Pürierstab (oder Küchenmaschine). Dann kommen die Gewürze hinein und zum Schluss rührt man Mehl und Grieß hinein damit die Masse fester wird. Hier wird man mehr an Mehl und Grieß brauchen als in der oberen Variante, einfach ausprobieren….denn jetzt werden die Bällchen bzw. Laibchen geformt und in der Pfanne gebraten. Es bietet sich wirklich an Laibchen zu formen, da es weniger Arbeit ist und da die Erbsen ja schon durch sind und sie somit nicht so intensiv gebraten werden müssen. Ich empfehle hier auch nur sehr wenig Öl in die Pfanne zu geben, um zu verhindern, dass  die Masse zerfällt (das kann passieren auch wenn man sehr viel Mehl genommen hat).

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Viel Erfolg!

Zubereitungszeit: Einweichen + ca. 1 Stunde Arbeitszeit