Falafel

Falafel ist mit Abstand eine unserer Lieblingsspeisen. Und mittlerweile haben wir schon viel herumprobiert und am Rezept nachgebessert um sie so richtig authentisch zu machen. Also eigentlich sind Falafel ganz einfach zu machen. Eigentlich, … denn ein paar Tricks gibts da schon. Und ein paar Fallen auch. Aber alles der Reihe nach.

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Erstmal gibts es da das Originalrezept. Die Methode mit der Falafel am besten gelingen. Hierfür werden die Kichererbsen eingeweicht, durch den Fleischwolf gedreht (ungekocht), zu Bällchen geformt und dann frittiert. So werden sie auch wirklich am leckersten und deswegen werde ich hier auch diese Methode beschreiben.
ABER!! Es gibt auch eine andere Variante, die durchaus ihre Vorzüge hat. Dafür werden die Kichererbsen vorher gekocht. Der Vorteil ist, dass sie schon gar sind. Das bedeutet man muss sie nicht unbedingt frittieren, sondern kann sie auch in ganz wenig Öl in der Pfanne anbraten oder auch im Rohr backen. Und man braucht auch keinen Fleischwolf dazu, sondern ein Pürierstab tuts auch. Diese Variante erklär ich dann am Schluss, denn da gibts auch ein paar Dinge zu beachten. Aber zuerst das Original:

Zutaten:
250 g Kichererbsen, trocken
1 große Zwiebel
ca. 4 EL Weizengrieß
ca. 4 EL Weizenmehl
3 Knoblauchzehen
1 Bund Petersilie (oder auch mehr)
etwas Minze, nach Belieben
Salz
Peffer
Kreuzkümmel, gemahlen (sehr wichtig)
Koriandersamen, gemahlen (auch wichtig)
Piment
1 EL Tahin (nicht unbedingt notwendig)
etwas Zitronensaft, nach Belieben

Zubereitung:
Die Kichererbsen werden über Nacht eigeweicht. Das Einweichwasser wird weggeschüttet und die Kichererbsen gewaschen. Die Zwiebel wird grob gehackt und dann gemeinsam mit den Kichererbsen im Fleischwolf vermahlen. Das kann man alternativ auch mit einer Küchenmaschine machen. Die Gewürze und Kräuter werden ebenso wie der Zitronensaft und die Tahin untergemischt. Es braucht wirklich viel Salz. Man kann ruhig mal zwischendurch kosten, keine Sorge dabei, die Kichererbsen kann man auch roh essen.
Ganz wichtig sind viel Kreuzkümmel und Koriander. Sicher jeweils ein Teelöffel auf diese Menge oder auch mehr, je nach Geschmack. Ebenso wesentlich ist Petersilie. Von der muß auch viel hinein, sicher mehr als man intuitiv glauben würde.
Vermutlich wird das ganze noch zu feucht sein. Man kann zwar Bällchen formen, aber im Öl werden sie dann vielleicht zerfallen. Ich hab hier jeweils 4 El Grieß und Mehl hineingetan. Es kann sein, dass man auch mehr braucht. Prinzipiell kann man aber folgendes sagen: Je heißer das Öl ist, desto besser halten die Bällchen, da sich dann sehr schnell eine Kruste bildet, die sie zusammenhält. Und hierführ ist auch das Mehl sehr praktisch, denn die Gluten verkleben alles sehr schön. Und die Kruste wird auch leckerer. Wenn man aber darauf verzichten möchte, rührt man einfach etwas Kichererbsenmehl hinein.

Nun kommt der interessante Teil. Zumindest für mich, als jemanden, der nur selten etwas frittiert, war das am Anfang etwas heikel. Aber mittlerweile weiß ich, worauf es ankommt. Erstmal sollte das Öl richtig heiß sein. Falls der Frittiereinsatz ein sehr feines Netz hat, kann es sein, dass die Bällchen sich hineindrücken und man sie nach dem frittieren nicht mehr so einfach herausbekommt. Ich lege sie immer mit einem Schaumlöffel in das Fett. Bis sie dann zu Boden sinken werden sie fest genug, dass sie dann nicht mehr im Draht hängen bleiben. Man lässt sie im heißen Fett bruzeln bis sie schön goldig sind. Im Zweifelsfall probiert man eines ob es innen auch schon durch ist. Doch insgesamt werden Falafel relativ schnell durch (ca. 5 bis 8 Minuten).

Das war die klassische Methode. Nun die andere (gesündere) Variante, welche ich jahrelang gekocht habe, weil ich erstens keinen Fleischwolf hatte und auch keinen Frittiertopf.
Nachdem man die Kichererbsen über Nacht eingeweicht hat, kocht man sie, bis sie durch sind. Das dauert etwas eine bis ein eineinhalb Stunden. Das Wasser wird weggeschüttet und die Kichererbsen unter fließedem Wasser abgewaschen. Nun mischt man sie mit den gehackten Zwiebeln in einem großen Gefäß durch und püriert das Ganze mit dem Pürierstab (oder Küchenmaschine). Dann kommen die Gewürze hinein und zum Schluss rührt man Mehl und Grieß hinein damit die Masse fester wird. Hier wird man mehr an Mehl und Grieß brauchen als in der oberen Variante, einfach ausprobieren….denn jetzt werden die Bällchen bzw. Laibchen geformt und in der Pfanne gebraten. Es bietet sich wirklich an Laibchen zu formen, da es weniger Arbeit ist und da die Erbsen ja schon durch sind und sie somit nicht so intensiv gebraten werden müssen. Ich empfehle hier auch nur sehr wenig Öl in die Pfanne zu geben, um zu verhindern, dass  die Masse zerfällt (das kann passieren auch wenn man sehr viel Mehl genommen hat).

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Viel Erfolg!

Zubereitungszeit: Einweichen + ca. 1 Stunde Arbeitszeit

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