Reisnudel mit mariniertem Tofu und Gemüse

In letzter Zeit haben wir sehr oft Lust uns der asiatischen Küche zu widmen. Oft ergibt sich dann ein Crossover zwischen Europa und Asien. Hier ist unser Winterklassiker Reisnudel mit Gemüse und mariniertem Tofu.

Reisnudel mit mariniertem Tofu und Gemüse

Zutaten:
200 g Reisnudel
200 g Tofu
250 g Kohlsprossen
200 g Erbsen, frisch oder tiefgekühlt
2 Karotten
2 kleine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Erdnussöl
1 1/2 EL Kokosöl
2 EL Sojasauce
1 Tl rote Thai-Paste
Chiliflocken
Chili, gemahlen
Salz
Pfeffer
Kardamom, gemahlen
Koriander, gemahlen

Zubereitung:
In einer kleinen Schüssel die Marinade mit Erdnussöl, Sojasauce, rote Thai-Paste, Zitronensaft, Chiliflocken, Chili, Salz und Peffer mixen. Den Tofu würfeln und in der Marinade mindestens für 30 Minuten ziehen lassen.
Die Kohlsprossen (bei Bedarf zuvor halbieren) und die Erbsen kurze Zeit in einem Topf mit Dünsteinsatz dünsten, das Gemüse sollte dann noch eher knackig sein.
Die Karotten in Scheibchen oder Stifte schneiden und im Wok mit Kokosöl anbraten. Die Zwiebel schälen und schneiden und zu den Karotten geben. Die Reisnudel nach Packungsanweisung kochen. Nachdem Karotten und Zwiebel gut angebraten sind, die gehackten Knoblauchzehen 2 Minuten mitanbraten und mit Sojasauce, Thai-Paste, Chiliflocken, Chili, Kardamom, Koriander, Pfeffer und Salz würzen. Die Erbsen, Kohlsprossen und den Tofu hinzufügen. Zum Schluss die Reisnudel daruntermischen und eventuell nochmal nachwürzen.

 

Zubereitungszeit: 30 Minuten + 30 Minuten Marinierzeit

Rivané (Bulgarisches Revani)

Habt ihr euch schon mal gewundert warum man in der Türkei oder Griechenland so extrem süße Naschereien wie zB. Backlava oder Kadayif isst? Warum alles so hemmungslos mit mit Zuckersirup übergossen wird? Nun das ist ganz einfach. Es ist so heiß dort und Milch und Milchgerichte halten dort nicht so gut (außer man hat einen Kühlschrank, aber dem gibts ja noch nicht so lange). Und es gibt in dieser Gegend auch ein anderes wunderbares Dessert, welches sich Revani nennt. Das wird auch mit solchem extrem süßen Sirup übergossen.Und so wie viele andere osmanische Gerichte haben es auch die Bulgaren übernommen. Aber die bereiten es etwas anders zu. Nämlich ohne Sirup! Statt dessen übergießt man es einfach mit Milch, sogar ohne sie vorher zu süßen! Das macht es für den westlichen Gaumen viel zutraulicher.
Und das will ich nun mit euch teilen.

rivane

Zutaten:
5 Eier
250ml Zucker
1 Packerl Vanillepulver
250ml Mehl
1 Packerl Backpulver
etwas Butter
1l Milch (gern auch Sojamilch)

Zubereitung:
Ein hohes Backblech (das ganze geht sehr stark auf!!) mit Butter einfetten und mehlen. Eier mit Zucker und Vanille zu Schaum schlagen. Das Backpulver in das Mehl rühren und das Gemisch in den Schaum unterrühren. Alles in die Backform gießen und im vorgeheizten Backrohr bei 160° Heißluft ca. Minuten backen. Es geht sehr stark auf, darauf sollte man vorbereitet sein. Denn dann kommt das Wesentliche:
Man übergießt das mit einem Liter kalter Milch (solang der Kuchen selber noch heiß ist). Das bedeutet die Form sollte hoch genug sein, damit der Teig beim Backen nicht über den Rand überquillt.
Und essen kann man das dann aber auch wunder kalt, sogar kühlschrankkalt.

Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde

Herbstliche Quiche

Erwischt – schon wieder eine Quiche auf diesem Blog. Diesmal in der herbstlichen Variante mit Kürbis verfeinert für die kalten trüben Herbsttage. Mahlzeit!

kuerbis quiche

Zutaten:
300 g Mehl
150 g Margarine
8 EL Wasser
1 TL Salz
1 Butternusskürbis
2 mittlere Karotten
1 Lauch
2 Knoblauchzehen
150 g Cashewkerne
50 g Kürbiskerne
2-3 EL Mandelmus
2 TL Zitronensaft
1 TL Salz
Pfeffer
Ingwer
Bockshornkleeblätter gemahlen
Piment
Salbeiblätter, fein gerieben

Zubereitung:
Das Mehl, die kalte Margarine, Wasser und Salz in einer Schüssel mischen und zu einem Mürbteig kneten. Diesen in eine Plastikfolie einwickeln und mindestens eine Stunde im Kühlschrank kalt stellen. In der Zwischenzeit die Cashewkerne und die Kürbiskerne in Wasser einweichen.
Den Butternusskürbis schälen und in Würfel schneiden und in einer Pfanne mit Öl anbraten. Danach die Karotten dünn in Scheiben sowie den Lauch in Ringe schneiden und ebenfalls anbraten. Auch die Knoblauchzehen schälen und klein hacken und dann auch kurz mitanbraten. Das Gemüse in eine größere Schüssel geben und salzen.
Eine Quicheform einfetten und den Mürbteig in die Form drücken. Dann die Cashewkerne, die Kürbiskerne, das Mandelmus, den Zitronensaft, Salz und Peffer in ein hohes schmales Gefäß geben und mit Wasser bedecken. Dann mit dem Pürierstab mixen. Falls notwendig, noch ein wenig Wasser hinzufügen. Wenn die Masse eine cremige Konsistenz hat einfach mit dem Gemüse vermischen. Diese Mischung dann noch mit Ingwer, Bockshonrkleeblätter, ein wenig Ingwer, Piment und Salbeiblätter würzen. Das Backrohr auf 180 Grad vorheizen. Dann die Gemüsemischung auch gleichmäßig auf der Form verteilen. Das Ganze kommt dann für etwa 30 Minuten ins Backrohr. Falls ihr das Gemüse vorher nicht anbratet, dann einfach länger im Rohr lassen. Dazu passt herrlich ein Endiviensalat mit Kürbiskernöl.

Zubereitungszeit: 1 Stunde + 30 Minuten Backzeit

Allerheiligenstriezel

Ein wenig still ist es hier auf dem Blog geworden. Ausgerechnet an einem der stillsten Tage des Jahres gibt es wieder ein Lebenszeichen hier. Aber der Striezel gehört zu Allerheiligen wie der Christbaum zu Weihnachten. Traditionell wird der Striezel von der Taufpatin an das Kind verschenkt. Da wir diese ehrenvolle Aufgabe noch nicht inne haben und meine Taufpatin leider zu weit weg ist, hilft nur das Selbstbacken. Hier das Rezept für einen veganen Striezel.

striezel

Zutaten:
450 g helles Dinkelmehl
50 g Einkornmehl
90 g Zucker
1/2 Würfel Germ
1 Tl Salz
1 P. Vanillezucker
80 g Margarine, weich
1/2 Tl geriebene Zitronenschale
1 Prise Kurkuma
250 ml Sojamilch
Mandelblättchen, optional

Zubereitung:
Das Mehl, den Zucker, den Vanillezucker das Salz, die Prise Kurkuma sowie die Zitronenschale in einer großen Schüssel mischen. Die Sojamilch in einem kleinen Topf lauwarm erhitzen und einen Teil davon rausnehmen und darin die Germ mit einem Esslöffel Mehl auflösen. In den Topf mit der Milch kann man nun die Margarine geben, damit diese auch gleich weich wird. Nachdem der Germ sich in dem Milchgemisch aufgelöst hat, gibt man es in die große Schüssel zum Mehl und lässt es noch ein wenig gehen. Danach gibt man auch die restliche Milch und die Margarine hinzu und knetet das ganze mit dem Mixer mit dem Knethaken für einige Minuten. Danach lässt man den Teig eine Stunde gehen.
Danach wird der Teig nochmal kurz mit der Hand geknetet. Für das Flechten gibt es verschiedene Techniken und Möglichkeiten. Bei diesem Striezel habe ich den Teig in 4 Kugeln geteilt und diese zu 4 Strängen gerollt. Mit diesen Strängen habe ich den Zopf geflochten. Man kann aber auch einen 6er Zopf flechten oder schummeln indem man einen 3er Zopf flechtet und noch 2 Stränge verdreht und diese auf den 3er Zopf draufgibt. Nach dem Flechten den Striezel nochmal 30 Minuten gehen lassen. Den Ofen auf 170 Grad vorheizen und den Striezel mit Wasser bestreichen und die Mandelblättchen draufstreuen. Für 20 Minuten backen. Anschließend den Striezel auskühlen lassen und mit Butter/Margarine und herrlicher Marmelade genießen.

Zubereitungszeit: 15 Minuten + 1 1/2 h Ruhezeit + 20 Minuten Backzeit

Sommerliche Quiche (vegan)

Aus irgendeinem Grund ist  Quiche noch immer etwas total Exotisches für mich. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Quiche in London auf einer Sprachreise gegessen. Unsere Gastmutter servierte uns eine Tiefkühlquiche und irgendwie war dieses unbekannte Gericht doch ganz essbar. Danach ist es bei mir wieder total in Vergessenheit geraten bis ich vor ein paar Jahren wieder öfter davon gehört habe. Nach mehrmaligem Rumexperimentieren mit Teig und Füllungen ist diese Variante im Moment meine liebste, da sie so herrlich sommerlich ist. Ich brate das Gemüse vorher an. Natürlich kann man sich diesen Arbeitsschritt ersparen, dann ist das Gemüse knackiger.

sommerliche quiche

Zutaten:
300 g Mehl
150 g Margarine
8 EL Wasser
1 TL Salz
1 große Zucchini
2 mittlere Karotten
1 rote Paprika
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 kleine Tomaten
100 g Cashewkerne
2-3 EL Mandelmus
2 TL Zitronensaft
1 TL Salz
Pfeffer
Schnittlauch
Ingwer
Chilipulver mild

Zubereitung:
Das Mehl, die kalte Margarine, Wasser und Salz in einer Schüssel mischen und zu einem Mürbteig kneten. Diesen in eine Plastikfolie einwickeln und mindestens eine Stunde im Kühlschrank kalt stellen. In der Zwischenzeit die Cashewkerne in Wasser einweichen.
Die Paprika in kleine Streifen schneiden und in einer Pfanne mit Öl anbraten. Danach die Karotten dünn in Scheiben schneiden und ebenfalls anbraten. Die Zwiebel schälen und schneiden, die Zucchini klein schneiden und die Knoblauchzehen schälen und klein hacken und dann auch anbraten. Das Gemüse in eine größere Schüssel geben und salzen.
Dann die Cashewkerne, das Mandelmus, den Zitronensaft, Salz in ein hohes schmales Gefäß geben und mit Wasser bedecken. Dann mit dem Pürierstab mixen. Falls notwendig, noch ein wenig Wasser hinzufügen. Wenn die Masse eine cremige Konsistenz hat einfach mit dem Gemüse vermischen. Diese Mischung dann noch mit Pfeffer, viel Schnittlauch ein wenig Ingwer und milden Chilipulver würzen. Das Backrohr auf 180 Grad vorheizen. Eine Quicheform einfetten und den Mürbteig in die Form drücken. Dann die Gemüsemischung auch gleichmäßig auf der Form verteilen und die Tomatenstücke auf der Quiche verteilen. Das Ganze kommt dann für etwa 30 Minuten ins Backrohr. Falls ihr das Gemüse vorher nicht anbratet, dann einfach länger im Rohr lassen.

Zubereitungszeit: 1 Stunde + 30 Minuten Backzeit

Sommerliche Lasagne (vegan)

Endlich ist der Sommer da und mit ihm auch die ganze Vielfalt an frischem Gemüse. Vor allem auf die ersten Zucchini und Melanzani freue ich mich immer sehr und die werden dann gleich zu dieser herrlichen Lasagne verarbeitet. Von Lasagne kann ich nicht genug bekommen und es gibt so viele herrliche verschiedene Varianten sie zu machen. Meine Lieblingsversion ist dieses Rezept. Dazu esse ich am liebsten einen grünen Salat mit Balsamicoessig und Olivenöl. Für das echt italienische Feeling!

sommerliche lasagne

Zutaten:
250 g Lasagneblätter
400 g Zucchini
300 g Melanzani
4 Knoblauchzehen
1 große Zwiebel
2 Dosen Tomaten gewürfelt (ca. 800 ml)
100 g schwarze Oliven
2 Tl Oregano
2 Tl Thymian
3 Tl frischer Petersilie
Salz und Peffer
Bratöl zum Anbraten

vegane Bechamelsauce:
4 EL Margarine
3 EL Mehl
1 l Pflanzenmilch
Hefeflocken
1 Prise Muskatnuss
1 1/2 Tl Salz
Pfeffer
1 Tl Senf

Zubereitung:
Die Zwiebel schälen und schneiden. Die Zucchini und die Melanzani in Würfel schneiden. Dann in einen großen Topf etwas Bratöl geben, die Zwiebel anbraten und danach die Zucchini dazugeben. Wenn die Zucchini ein wenig angebraten sind auch die Melanzani dazugeben und weiter anbraten. Den Knoblauch fein hacken und erst dazugeben, wenn das restliche Gemüse schon gut etwas Farbe angenommen hat. Wenn auch der Knoblauch ein wenig angebraten ist, gibt man die beiden Dosen mit gewürfelten Tomaten dazu. Wenn man frische Tomaten bei der Hand hat, kann man natürlich auch diese verwenden. Dann einfach das ganze länger köcheln lassen. Bei Dosentomaten reichen 5-10 Min. köcheln. Während das ganze köchelt, einfach mit Oregano, Thymian, frischer Petersilie, Salz und Pfeffer würzen. Zum Schluss die Oliven hinzufügen und das ganze ein wenig auskühlen lassen.
Eine große Auflaufform einfetten und mit Lasagneblätter auslegen.
Dann wird die Bechamelsauce gemacht: Die Margarine in einem kleinen Topf erhitzen. Dann das Mehl hinzufügen und mit einem Schneebesen ständig rühren. Wenn es ein wenig Farbe angenommen hat mit der Milch aufgießen und unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Mit Salz, Peffer und Muskatnuss gut würzen. Je nach Geschmack auch schon etwas Hefeflocken und Senf dazugeben. Solange köcheln bis das ganze ein wenig eingedickt ist. Die Bechamelsauce vom Herd nehmen und nun die Tomatensauce auf die mit Lasagneblätter ausgelegte Auflaufform geben und gleichmäßig verteilen. Darauf die Bechamelsauce geben und dann wieder eine Schicht Lasagneblätter verteilen. Dann wieder eine Schicht Tomatensauce, Bechamelsauce und Lasagneblätter draufgeben. In die übrige Bechamelsauce Hefeflocken und etwas Senf geben, gut verrühren und als letzte Schicht über die Lasagneblätter geben. In den vorgeheizten Ofen bei 180 Grad geben und nach ca. 30 Minuten ist die Lasagne fertig. Buon appetito!

Zubereitungszeit: 40 Minuten + 30 Minuten Backzeit

Tutmanik (Darpana Baniza)

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Baniza ist das Nationalgericht in Bulgarien schlechthin. Man kriegt es überall zu kaufen, vor allem als Streetfood (typischerweise in Bäckereien zum Frühstück). Aber man isst es in Bulgarien auch oft als Abendessen – dann bäckt man es sich meistens selber.
Baniza ist ein Überbegriff und beschreibt in der Regel ein Teiggericht (meist Strudel oder Hefeteig), welches mit viel Butter und Schafkäse gefüllt wird. Tutmanik oder Darpana Baniza (darpana bedeutet gezogen) ist eine ganz besondere Spezialität. Sie wird mit Hefeteig gemacht und ist deutlich aufwendiger als eine „gewöhnliche“ Baniza aus Strudelteig. Dabei wird der Teig in mehrere Teile getrennt, jedes Teil für sich gezogen und in einer Backform abwechselnd mit Butter und Schafkäse geschichtet. Dadurch entstehen viele Lagen, was den besonderen Charme dieser Baniza ausmacht. Tutmanik in dieser Form findet man in Bulgarien leider immer seltener. Junge Bulgaren lernen diese Herstellungstechnik nur mehr selten von den älteren Generationen, weswegen das Gericht wohl vom „Aussterben“ bedroht ist.
Tutmanik ist meine liebste Baniza und daher will ich diese Form von Baniza mit euch teilen.
In Bulgarien spielen Gerichte mit Schafkäse und Joghurt eine ganz große Rolle. Natürlich könnt ihr aber sämtliche Rezepte vegan machen. Einfach Margarine und Cashew Käse statt Butter und Schafkäse verwenden. Aber um autenthisch zu bleiben, präsentiere ich euch das Original, wie ich es von meiner Großmutter gelernt habe.

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Zutaten:
ca. 750 g Weißmehl
500 ml Wasser (im Original 250 ml Wasser und 250 ml Milch)
1 TL Salz
1 TL Zucker
1/2 Würfel Hefe
125 g Butter
300 g Schafkäse

Zubereitung:
Mit Mehl, Wasser, Salz, Zucker und der Hefe knetet man einen glatten Teig, der nicht mehr kleben sollte, und lässt ihn an einem warmen Ort aufgehen. Das dauert etwa 1 Stunde. Dann schmelzt man die Butter vorsichtig auf schwacher Flamme und stellt sie zur Seite. Sie sollte Zeit haben um noch etwas abzukühlen, damit wir sie mit den Händen weiterverarbeiten können. Den Schafkäse  mit einer Gabel zerkrümmeln und  das Backblech einfetten.
Und jetzt beginnt der interessante Teil (sieh dir auch die Fotos unten an). Hier solltest du dir schon alles vorbereitet haben, denn ab diesem Schritt wirst du ganz fettige Hände haben. Man teilt den Teig in 6 mehr oder weniger gleich große Teile. Man nimmt das größte Stück und tunkt es in die Butter. Nun hält man es direkt über das Backblech (ja es tropft) und zieht es mit den Händen in der Luft auseinander – so gut es geht – ohne dass der Teig reißt. Dann legt man ihn ins Backblech und drückt ihn nochmal am Boden aus, sodass er möglichst dieselbe Form hat wie das Backblech. Falls doch Risse entstehen – keine Sorge, es schmeckt trotzdem gut 🙂
Dann nimmt man mit der Hand noch etwas von der Butter und schmiert es über den Teig. Dann nimmt man einen Teil (ein Sechstel) des Schafkäses und verteilt ihn auch darüber.
Nun nimmt man die nächste Teigportion, tunkt sie in die Butter und zieht sie auseinander. Dann legt man sie in das Backblech, über die erste Lage von Teig, Butter und Schafkäse. Hier hilft es dann wenn man die jetzige Teigschicht etwas an die darunterliegende andrückt sobald man sie auf die gleiche Form gezogen hat, damit sie sich nicht so gut durch die Eigenelastizität wieder zusammenziehen kann. Dann verteilt man wieder eine Lage Butter und Schafkäse darüber und dann gleich mit den anderen Teigportionen verfahren.
Nach der letzten Teigschicht gibt man wieder Butter und Schafkäse darüber. Dann nimmt man das ganze Konstrukt und faltet es von allen Seiten zusammen, sodass nochmal ganz viele Lagen entstehen und die letzte Butter und Schafkäseschicht innen verschlossen ist. Nachdem man die letzte Seite zur Mitte geschlagen hat, hat man ja dort eine offene Stelle. Deswegen nimmt man das ganze und dreht es um, sodass diese offene Stelle sich nach unten zum Boden vom Backblech drückt. Jetzt presst man noch die ganze Baniza auseinander, sodass sie die Form vom Backblech ausfüllt, zumindest so gut es geht. Dann stellt man sie in das noch kalte Backrohr und schaltet es auf 160°C ein. Die Baniza braucht 30 Minuten oder vielleicht etwas länger, je nachdem wie schnell das Backrohr aufheizt.Um zu testen, ob sie fertig ist, kann man sie mit einem Zahnstocher anbohren. Wenn nichts kleben bleibt, ist sie durch. Die Oberfläche sollte leicht angebräunt sein.
Nachdem man sie aus dem Rohr genommen hat legt man traditionell noch ein Tuch für ein paar Minuten über das Blech, damit sich etwas Feuchtigkeit anlegt und die Kruste weicher wird. Meine Freundin mag es aber knusprig, deswegen mache ich das eher selten. In Bulgarien löffelt man meist Joghurt zur Baniza dazu. Für den mitteleuropäischen Gaumen passt das vermutlich nicht so gut dazu, aber ihr könnt es ja ausprobieren 🙂

Zubereitungszeit: kneten – 15 Minuten, ruhen – 1 Stunde, zubereiten – 30 Minuten, backen – 30 Minuten

Die große Philosophie oder, warum gibt es im Osten nur runde Backbleche? Also in Bulgarien verwendet man fast ausschließlich runde Backformen. Wenn man den Teig mit den Händen auseinander zieht wird er eher rund als rechteckig, das spricht für eine runde Backform. Ich persönlich bevorzuge trotzdem die rechteckigen (auch für Tutmanik). Denn später wird der Teig ja gefaltet und wieder auseinander gepresst. Das geht, wie ich finde, in einer rechteckigen Form leichter.
Trotzdem sind viele orientalische Gerichte tatsächlich leichter in einer runden Form zu backen. Backe mehrmals Baklava in einer rechteckigen Form und dann mehrmals in einer runden Form und du wirst sehen, die runde ist um vieles praktischer.

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