Allerheiligenstriezel

Ein wenig still ist es hier auf dem Blog geworden. Ausgerechnet an einem der stillsten Tage des Jahres gibt es wieder ein Lebenszeichen hier. Aber der Striezel gehört zu Allerheiligen wie der Christbaum zu Weihnachten. Traditionell wird der Striezel von der Taufpatin an das Kind verschenkt. Da wir diese ehrenvolle Aufgabe noch nicht inne haben und meine Taufpatin leider zu weit weg ist, hilft nur das Selbstbacken. Hier das Rezept für einen veganen Striezel.

striezel

Zutaten:
450 g helles Dinkelmehl
50 g Einkornmehl
90 g Zucker
1/2 Würfel Germ
1 Tl Salz
1 P. Vanillezucker
80 g Margarine, weich
1/2 Tl geriebene Zitronenschale
1 Prise Kurkuma
250 ml Sojamilch
Mandelblättchen, optional

Zubereitung:
Das Mehl, den Zucker, den Vanillezucker das Salz, die Prise Kurkuma sowie die Zitronenschale in einer großen Schüssel mischen. Die Sojamilch in einem kleinen Topf lauwarm erhitzen und einen Teil davon rausnehmen und darin die Germ mit einem Esslöffel Mehl auflösen. In den Topf mit der Milch kann man nun die Margarine geben, damit diese auch gleich weich wird. Nachdem der Germ sich in dem Milchgemisch aufgelöst hat, gibt man es in die große Schüssel zum Mehl und lässt es noch ein wenig gehen. Danach gibt man auch die restliche Milch und die Margarine hinzu und knetet das ganze mit dem Mixer mit dem Knethaken für einige Minuten. Danach lässt man den Teig eine Stunde gehen.
Danach wird der Teig nochmal kurz mit der Hand geknetet. Für das Flechten gibt es verschiedene Techniken und Möglichkeiten. Bei diesem Striezel habe ich den Teig in 4 Kugeln geteilt und diese zu 4 Strängen gerollt. Mit diesen Strängen habe ich den Zopf geflochten. Man kann aber auch einen 6er Zopf flechten oder schummeln indem man einen 3er Zopf flechtet und noch 2 Stränge verdreht und diese auf den 3er Zopf draufgibt. Nach dem Flechten den Striezel nochmal 30 Minuten gehen lassen. Den Ofen auf 170 Grad vorheizen und den Striezel mit Wasser bestreichen und die Mandelblättchen draufstreuen. Für 20 Minuten backen. Anschließend den Striezel auskühlen lassen und mit Butter/Margarine und herrlicher Marmelade genießen.

Zubereitungszeit: 15 Minuten + 1 1/2 h Ruhezeit + 20 Minuten Backzeit

Zwetschkenknödel

Aber so etwas ähnliches hatten wir hier doch schon mal. Richtig, Marillenknödel! Nur hier kommt die kartoffelige vegane Version. Zum ersten Mal hab ich mich an einen Kartoffelteig gewagt und war positiv überrascht. Es war nicht wirklich mehr Aufwand und die Knödel ließen sich problemlos formen. Und geschmeckt hat es natürlich auch … herrlich! Je nach Größe der Zwetschken kann man mit diesem Teig 12-18 Knödel machen.

zwetschkenknoedel

Zutaten:
800 g mehlige Kartoffel
260 g Mehl (am besten griffig)
1 EL Margarine (weich)
2 EL Wasser
Prise Salz
12-18 Zwetschken (je nach Größe und Form)
Zucker zum Befüllen
3-4 EL Margarine
200 g Semmelbrösel
3-4 EL Zucker

Zubereitung:
Die Kartoffeln schälen, würfeln und mit Dünsteinsatz weich dünsten. Dies dauert ca. 15-20 Minuten. Danach die Kartoffelwürfel mit einem Kartoffelstampfer stampfen oder durch die Kartoffelpresse drücken und auskühlen lassen. Die ausgekühlte Kartoffelmasse mit dem Mehl, der Margarine, dem Wasser und einer Prise Salz zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig ein wenig ruhen lassen und währenddessen die Zwetschken waschen und entkernen, sowie mit Zucker befüllen. Ich schneide dafür die Zwetschken auf einer Seite auf, löse den Kern heraus und gebe braunen Vollrohrzucker in die Mitte und klappe die Zwetschke wieder zu. Man kann natürlich auch Würfelzucker oder Schokoladestücke hineingeben. Für die Knödel einen großen Topf mit Wasser aufkochen. Nun einen Teil des Teiges platt drücken, eine Zwetschke damit umhüllen und zu einer Kugel formen und darauf achten, dass die ganze Zwetschke gleichmäßig mit Teig umhüllt ist. Sobald das Wasser kocht, es salzen, zurückschalten, damit es nur siedet und Knödel ca. 10 Minuten darin sieden lassen.
In der Zwischenzeit kann man schon mal in einer Pfanne die Margarine schmelzen und die Semmelbrösel darin unter ständigem Rühren anrösten. Wenn sie schon leicht Farbe angenommen haben, gibt man die 3 EL Zucker hinzu und lässt das Ganze noch ein wenig rösten. Die Knödel werden dann in den Semmelbröseln gewendet und noch heiß serviert.

Zubereitungszeit: 1 h, davon 40 Minuten Kochzeit.

Marillenknödel

Als Kind gab ich meiner Mama auf die Frage, was sie den morgen kochen soll, immer die gleiche Antwort: Marillenknödel. Die Einsicht, dass es Marillen jahreszeittechnisch nur begrenzt gibt und das die gut angelegten Tiefkühlvorräte mal zu neige gehen, hatte ich damals noch nicht. Noch immer zählt Marillenknödel zu einer meiner Lieblingsspeisen und endlich ist wieder Marillenzeit. Nur darf ich sie mir jetzt selbst zubereiten. Aber Mama’s Rezept sei Dank, gelingt sogar das. Ich mache sie daher, wie ich sie aus meiner Kindheit kenne mit einem Topfenteig. Man kann sie aber auch mit einem Kartoffelteig zubereiten.

marillenknoedel

Zutaten:
250 g Mehl
250g Topfen, fein
40 g Butter
2 Eier
etwas Salz
12 Marillen (variiert mit Größe der Marillen)
150 g Semmelbrösel
3 EL Zucker
Butter/Ghee/Öl zum Anbraten

Zubereitung:
Die Marillen waschen und mit einem Kochlöffel entkernen. Falls sie zu groß oder zu fest sind, die Marillen einfach halbieren. Zuerst werden die Eier getrennt und die 2 Eiklar zu Schnee geschlagen und beiseite gestellt. Die Butter wird mit dem Dotter schaumig gerührt und der Topfen hinzugefügt. Etwas Salz hineingeben und das Mehl und den Schnee unterheben und zu einem Teig kneten. Falls der Teig zu feucht ist, noch ein wenig Mehl hinzugeben, aber er sollte nicht zu trocken sein. Damit der Teig nicht zusehr klebt, ihn in eine Frischhaltefolie einwickeln und so zu einer Rolle formen. Nun ein Stück von der Teigrolle schneiden und um die Marille wickeln. Die Marille kann man zuvor mit einem Würfelzucker oder einem Stück Schokolade füllen. Meine Mama füllt sie mit Mozartkugeln. Ich bevorzuge Vanillezucker. Auch wenn dieser nicht die praktische Würfelform hat, funktioniert das trotzdem. Einfach in die Marille geben oder auf die Mulde der Marillenhälfte geben und dann mit dem Teig umwickeln. Die Marille muss gut umwickelt sein (auch keine Lufteinschlüsse), sonst platzt der Knödel im siedenden Wasser. Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und leicht salzen. Die Knödel in das kochende Wasser geben und den Herd auf die niedrigste Stufe drehen. Die Knödel müssen nicht kochen. Es reicht, wenn sie im simmernden Wasser ziehen. Dies dauert ca. 15 Minuten. Wenn die Knödel oben schwimmen, sind sie fertig.

In einer Pfanne Butter oder Ghee schmelzen und die Semmelbrösel rösten. Wenn die Semmelbrösel Farbe angenommen haben den Zucker hineingeben. Ich nehme am liebsten Vollrohrzucker. Die Knödel aus dem simmernden Wasser mit einer Schöpfkelle in die Pfanne mit den Bröseln geben und darin wälzen.

Zubereitungszeit: 45 Min.

Bohnensterz

Das burgenländische Nationalgericht schlechthin. Lange Zeit war es als „Arme-Leute-Essen“ abgestempelt, aber langsam etabliert es sich zu einer regionalen Delikatesse. Es gibt verschiedene Möglichkeiten Bohnensterz zu essen. Jede Familie hat ihre eigene Vorlieben und Traditionen für die Zubereitung sowie für die Beilage zum Bohnensterz  entwickelt. Klassiker sind den Sterz mit dicker Milch oder Buttermilch oder mit einem Häferl Kaffee dazu zu essen. Wiederum andere genießen den Sterz mit einem Kompott oder einem Apfelmus. Viele burgenländische Familien essen zum Sterz eine Rahm-Bohnensuppe (gemacht aus dem restlichen Bohnenwasser) oder einen Rahmgurkensalat. Erlaubt ist, was schmeckt.

bohnensterz

Zutaten:
250 g Wachtelbohnen
Wasser (mind. 1 L)
500 g Mehl
1/8 – 1/4 l Öl (im Original: Schweineschmalz)
Salz

Zubereitung:
Die Bohnen über Nacht mindestens 12 h in reichlich Wasser einweichen. Am nächsten Tag die Bohnen mindestens eine Stunde lang in ausreichend Wasser weich kochen. In einem Topf oder einer möglichst hohen Pfanne muss man das Mehl linden. Linden heißt, das Mehl ohne Fett heiß machen, sodass es ein wenig Farbe annimmt. Es sollte dabei die Feuchtigkeit aus dem Mehl gezogen werden. Aber Achtung: es darf auf keinen Fall  verbrennen oder kleben bleiben an der Pfanne. Ein ständiges Rühren mit dem Kochlöffel ist daher erforderlich. Währenddessen erhitzt man separat das Öl. Das Öl sollte auch sehr heiß sein. Wenn das Mehl richtig heiß ist und ein wenig Farbe hat, fügt man die Bohnen hinzu sowie einen Schöpfer heißes Bohnenwasser und rührt das ganze durch. Danach fügt man wieder ein wenig heißes Bohnenwasser hinzu und rührt mit dem Kochlöffel durch. Wichtig ist, möglichst viel durchzurühren, damit es sich nicht am Boden anlegt und gleichmäßig heiß wird. Die Konsistenz ist während dieser Phase noch eher grob bröckelig. Wieviel Wasser genau hinzugegeben wird ist eher eine Gefühlsfrage, wie gesagt, es sollte noch eher grob bröckelig sein.  Jetzt wird das heiße Öl zum Sterz gegeben. Es sollte dabei laut zischen. Gut verrühren und der Sterz sollte jetzt eher krümelig sein. Falls der Sterz noch zu trocken ist, einfach noch etwas Bohnenwasser oder Öl hinzufügen. Das ganze noch ein wenig ziehen lassen im Topf. Dann wird es auf einem Teller mit der Beilage nach eigenem Geschmack angerichtet.

Zubereitungszeit: 12 h Einweichzeit, 1 h Kochzeit, 30 Min. Zubereitungszeit

Krautfleckerl

Krautfleckerl

Hier habe ich zwei unterschiedliche Nudeln verkocht, Weizenfarfalle und Dinkelvollkorn“fleckerl“

Zutaten:
500 g Kraut
300 g Fleckerl (Nudeln)
2 Zwiebel
1 EL Zucker
1 Schuss Essig
250 ml Gemüsebrühe
Öl zum Braten
Salz
Pfeffer
Kümmel, ganz

Zubereitung:
Vom Kraut den Strunk entfernen und die Blätter in kleine Quadrate schneiden, die Zwiebeln würfeln. Zwiebeln in einem Topf oder einer sehr großen, tiefen Pfanne kurz anbraten. Den Zucker hineingeben und etwas karamellisieren lassen. Dann das Kraut hinzugeben und gut anbraten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und Essig hineingeben. Mit Salz, Pfeffer und Kümmel würzen und dann 20 bis 30 Minunten zugedeckt köcheln lassen. Nebenbei die Nudeln kochen.
Zum Schluss die fertigen Nudeln zum Kraut geben und alles gemeinsam erhitzen, damit sich das Aroma verteilt. Nochmal abschmecken und fertig.

Zubereitungszeit: ca 45 Minunten.

Osterpinzen

Morgen ist die Fastenzeit vorbei und es darf endlich wieder geschlemmt werden. Deshalb gibt es heute schon mal das Rezept für Osterpinzen. Da ich sie erst morgen essen darf, habe ich sie noch nicht fertig. Aber hier vorab schon mal das Rezept. Frohe Ostern!

Osterpinze

Zutaten:
500 g Mehl
1 Würfel frischer Germ
1 EL Zucker
250 ml lauwarme Milch
125 g Butter (Margarine)
1 Ei
1 Prise Salz
1 Ei zum Bestreichen

Zubereitung:
Das Mehl in eine Schüssel geben. Eine Mulde machen und darin den Germ hineinbröseln. Den Zucker und das Salz dazugeben und ein wenig lauwarme Milch dazu und das ganze dann ein wenig verrühren und abgedeckt ca. 10 Min. gehen lassen.
Die restlichen Zutaten verrühren und zu der Mehlmischung hinzufügen. Einen Teig kneten und diesen dann 30 Min. gehen lassen.
Danach den Teig in 12 Portionen teilen und zu Kugeln formen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und nocheinmal 20 Min. gehen lassen.
Das Ei verquirlen und die Pinzen damit bestreichen. In der Mitte jede Pinze mit einer Schere mindestens 2 Mal einschneiden und danach bei 160 ° C für ca. 25-30 Min. im Ofen backen.

Zubereitungszeit: 25 Min. + 70 Min. rasten + 30 Min. Backzeit

Winterkartoffelschmarrn

Noch schnell ein Gericht mit Wintergemüse bevor der Frühling ins Land zieht. 🙂

kartoffelschmarrn

Zutaten:
1 kg mehlige Kartoffel
400 g Wurzelgemüse (Karotten, Lauch, Pastinaken, etc.)
200 g Mehl
Majoran
Thymian
Muskatnuss
Salz
Pfeffer
Bratöl

Zubereitung:
Die Kartoffeln schälen, kleiner schneiden und im Topf mit Dünsteinsatz dünsten. Währenddessen das Gemüse waschen, schälen und grob raspeln (oder klein schneiden). Wenn die Erdäpfel weich genug sind, ein wenig auskühlen lassen und dann mit dem Kartoffelstampfer zerstampfen. Das Gemüse und das Mehl unterrühren und die Masse gut würzen.

Eine möglichst große Pfanne mit Öl erhitzen. Die Masse darin anbraten. Danach die Masse vierteln und jedes Viertel mit dem Pfannenwender umdrehen. Wenn die Masse auf beiden Seiten knusprig genug ist, ist der Winterkartoffelschmarrn fertig.

Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde (inkl. Kochzeit)